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Dem Philosophen und Denker Ernst Cassirer (1874-1945)

Schwellenbedingung

Wenn Fristons hierarchisches generatives Modell das formale Instrument der Skalen-Integration ist — was ist dann die mathematisch spezifizierbare Schwellenbedingung, ab der gradueller Wandel auf evolutionärer Zeitskala einen phänomenologischen Phasenübergang erzeugt?

Redaktion – 24.05.2026

Aus der italienischen Reise

Dagegen sagte der Kaufmann: „Sind wir doch alles so! Unsere Narrhiten bezahlen wir gar gerne selbst, zu unseren Tugenden sollen andere Geld hergeben.“

Goethe – Italienische Reise – 12.April 1787

Goethe über Kunst

„Dabei findet man eine Fähigkeit, natürliche Dinge nachzuahmen, wie denn z. B. jene Tierköpfe gut genug gearbeitet sind. Dadurch wird freilich die Bewunderung der Menge erregt, deren ganze Kunstfreude darin besteht, daß sie das Nachgebildete mit dem Urbilde vergleichbar findet.“

Goethe – 5.April 1787

„Dabei findet man eine Fähigkeit, natürliche Dinge nachzuahmen, wie denn z. B. jene Tierköpfe gut genug gearbeitet sind. Dadurch wird freilich die Bewunderung der Menge erregt, deren ganze Kunstfreude darin besteht, daß sie das Nachgebildete mit dem Urbilde vergleichbar findet.“

Goethe – 5.April 1787

Goethes philosophisches Verständnis der Wahrnehmung basierte auf einem ständigen Austausch zwischen Innen- und Außenwelt, den er im Sinne einer biologischen Atembewegung als Systole und Diastole beschrieb. In einem Brief an Christian Heinrich Schlosser im Jahr 1815 formulierte er dies als sein allgemeines Glaubensbekenntnis: Alles, was im Subjekt existiert, spiegelt sich im Objekt wider und umgekehrt.

Redaktion – 24.05.2026

Kulturelle Evolution ist geregelte Transformation: Symbolische Formen sind die transzendentalen Regelungssysteme, durch die rohe Erfahrung in handlungsfähige Bedeutung transformiert wird — und die Regelung selbst transformiert sich durch die Rückkopplung mit der Erfahrung.

Redakteur – 23.Mai 2026

„Der Mensch ist keine Sache, sondern ein Prozess, keine Substanz, sondern eine Form, kein Sein, sondern ein Ereignis.“

Ernst Cassirer, Essay of Men
Wissensbasierter Dialog

Im Gespräch mit Ernst Cassirer

Befragen Sie das Werk eines der grossen Denker des 20. Jahrhunderts — von der Philosophie der symbolischen Formen bis zur Erkenntnistheorie.

„Der Mensch lebt nicht mehr in einem bloss physikalischen, sondern in einem symbolischen Universum. Sprache, Mythos, Kunst und Religion sind Teile dieses Universums.“ Ernst Cassirer · Versuch über den Menschen
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Indexierter Korpus: Philosophie der symbolischen Formen (Bd. I–III), Versuch über den Menschen, Substanzbegriff und Funktionsbegriff, Das Erkenntnisproblem, Sprache und Mythos, Zur Logik der Kulturwissenschaften.

  • Graduell und diskontinuierlich zugleich — das Skalenproblem der Anthropologie (Sondierung)

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  • Regelkreis als kategoriale Verwechslung — Wittgenstein-Normativitätskritik (Forschungsprogramm)

    Regelkreis als kategoriale Verwechslung — Wittgenstein-Normativitätskritik (Forschungsprogramm)

  • Leben als Selbstbehauptung: Warum Reproduktion nicht das entscheidende Kriterium ist (Forschungsprogramm)

„Philosophie der symbolischen Formen (1923-1929)“

Die „Philosophie der symbolischen Formen“ von Ernst Cassirer ist ein faszinierendes Werk, das die Evolution des menschlichen Geistes von den primitiven Symbolen bis zu komplexen kulturellen Ausdrucksformen untersucht. Cassirer argumentiert, dass die Art und Weise, wie wir die Welt verstehen, durch Symbole vermittelt wird, sei es in Sprache, Kunst oder Mythologie. In dieser dreibändigen Arbeit entfaltet er eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang zwischen Symbolismus und menschlicher Erkenntnis.

„Die Philosophie der Aufklärung“ (1932)

„Die Philosophie der Aufklärung“ von Ernst Cassirer ist eine tiefgehende Analyse der Aufklärungsbewegung des 18. Jahrhunderts. Cassirer beleuchtet die zentralen Ideen dieser intellektuellen Revolution und betont ihre Bedeutung für die Entwicklung moderner Gesellschaften. Durch sorgfältige Untersuchungen von Denkern wie Kant, Voltaire und Rousseau zeigt er, wie die Aufklärung fundamentale Veränderungen im Verständnis von Vernunft, Freiheit und Menschenrechten eingeleitet hat.

„Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit“ (1956)

In „Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit“ analysiert Ernst Cassirer die Entwicklung des Erkenntnisproblems von der Renaissance bis zur Moderne. Er zeigt, wie sich die Auffassungen über Erkenntnis in verschiedenen Epochen veränderten und wie bedeutende Denker wie Descartes, Leibniz und Kant dazu beitrugen. Cassirer hebt die Kontinuität und Transformation in der philosophischen Reflexion über das Erkenntnisproblem hervor und bietet eine umfassende Perspektive auf die Entwicklungen in der Philosophie und Wissenschaft.