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Forschungshypothesen

  • Anomalie · Die laufende Konstante (These)
    Dunbars Zahl (~150) ist keine Konstante der menschlichen Kognition, sondern ein laufender, modell-relativer Parameter — strukturell wie eine Kopplungs-‚Konstante‘ in einer effektiven physikalischen Theorie, deren Wert mit Skala und gewähltem Schema variiert.
  • Geltung als irreduzibler Einspruch (These)
    Eine Devil’s-Advocate-Gegenthese behauptet: Geltung lässt sich nicht als Regelung fassen, sondern zeigt sich an der Revision unter einem Einspruch, der bindet, ohne dem System zu nützen. Die externe Prüfung bestätigte die Originalität und schärfte den Schwellentest, ohne den Score zu korrigieren (78/90).
  • Anomalie · Der unidentifizierbare Träger (These)
    Der Schluss von einem neuronal-anatomischen Substrat auf eine symbolisch-kognitive Funktion ist nicht bloß verrauscht, sondern strukturell nicht-identifizierbar: Weil symbolische Funktionen multipel realisierbar sind, ist die Abbildung Substrat→Funktion nicht-injektiv, und keine Verfeinerung der Substratmessung rekonstruiert die Funktion eindeutig.
  • Die Selbstwahl der Unterscheidung (These)
    Nicht das Wort und nicht allein die Relevanz, sondern die selbst gezogene Unterscheidung trägt den Lernvorsprung – messbar an der höheren Wiederverwendungsrate selbstgewählter Kategorien. Die externe Prüfung bestätigte den Originalitätskern und schärfte den entscheidenden Test (label-gejochtes Design), ohne den Score zu senken (73/90).
  • Bindung unter durchschauter Versuchung (These)
    Ist moralische Verbindlichkeit nur ein evolutionaerer Bindungstrick? Die These verschiebt den Pruefpunkt: Entscheidend ist nicht die gefuehlte Unbedingtheit, sondern die Verlaesslichkeit, die haelt, obwohl man defektieren koennte, unbeobachtet ist und den strategischen Ursprung der eigenen Bindung durchschaut. Die externe Pruefung bestaetigte die Originalitaet und schaerfte den Test.