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Goethes philosophisches Verständnis der Wahrnehmung basierte auf einem ständigen Austausch zwischen Innen- und Außenwelt, den er im Sinne einer biologischen Atembewegung als Systole und Diastole beschrieb. In einem Brief an Christian Heinrich Schlosser im Jahr 1815 formulierte er dies als sein allgemeines Glaubensbekenntnis: Alles, was im Subjekt existiert, spiegelt sich im Objekt wider und umgekehrt.